Er steigt herab vom Thron. Er dünkt sich groß.
Sein eigenes Denkmal, so hat er sich aufgestellt
Steht auf der Erde, die sich nackt und bodenlos
Dreht unter dem fleischernen Denkmal, das fällt.
Regen wäscht ihn. Da merkt er: das ist kein Spaß.
Er brüllt, gestreckt auf Leichen. Kein Sarg bleibt leer.
Überm Gewäsch des Narren (Fleisch wird Aas)
Gelächter der Lokomotiven. Er hört es nicht mehr.
(Heiner Müller, LEAR)
9.1.10
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